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Druckbehälter­prüfung nach Betriebs­sicherheits­verordnung

Ein Druckluftbehälter ist ein überwachungsbedürftiges Druckgerät und muss geprüft werden, sobald das Produkt aus zulässigem Druck und Volumen 50 bar mal Liter übersteigt, also schon beim 24-⁠Liter-⁠Werkstattkompressor mit 10 bar. Wer prüfen darf, hängt von der Größe ab, bis 200 bar mal Liter eine zur Prüfung befähigte Person, über 1.000 bar mal Liter für jede Prüfung eine zugelassene Überwachungsstelle wie TÜV oder DEKRA. Wir sagen Ihnen nach dem Typenschild, welche Frist gilt, und machen die Prüfungen einer befähigten Person selbst. Wo TÜV oder DEKRA prüfen, bereiten wir den Behälter vor und stimmen den Termin ab.

Prüfpflicht
über 50 bar mal Liter
Überwachungsstelle vor Inbetriebnahme
über 200 bar mal Liter
Überwachungsstelle für jede Prüfung
über 1.000 bar mal Liter
Stehender Druckluftbehälter in einer Werkhalle, daneben Treppe und Absauganlage

Ab wie viel Litern muss ein Druckbehälter geprüft werden?

Die Betriebs­sicherheits­verordnung stuft Druckbehälter nicht nach dem Volumen allein ein, sondern nach dem Produkt aus zulässigem Druck in bar und Volumen in Litern. Ein Behälter mit 250 Litern und 11 bar hat 2.750 bar mal Liter, ein Werkstattkompressor mit 24 Litern und 10 bar hat 240.

Ihren Behälter einordnen

Beide Werte stehen auf dem Typenschild. Die Zeile Ihres Behälters wird in der Tabelle markiert.

240 bar mal Liter. Überwachungsstelle vor der Inbetriebnahme.

24 Liter mal 10 bar

240 bar mal Liter

Überwachungsstelle vor der Inbetriebnahme

Zwischen 200 und 1.000 bar mal Liter muss die Prüfung vor der Inbetriebnahme eine zugelassene Überwachungsstelle machen, also TÜV, DEKRA oder eine andere anerkannte Stelle, die wiederkehrenden Prüfungen darf danach eine befähigte Person übernehmen, die machen wir selbst. Für fertig gelieferte Kompressoren mit angebautem Behälter gelten vor der Inbetriebnahme Erleichterungen.

Ab wie viel Litern muss ein Druckbehälter geprüft werden?
bar mal LiterVor InbetriebnahmeWiederkehrendBeispiel
bis 50keine nach Anhang 2keine nach Anhang 2
über 50 bis 200befähigte Personbefähigte Person
über 200 bis 1.000Überwachungsstellebefähigte Person
über 1.000ÜberwachungsstelleÜberwachungsstelle

Gilt für Druckluft (Fluidgruppe 2). Maßgeblich ist der zulässige Druck PS vom Typenschild. Ein niedrigerer Betriebsdruck zählt nur, wenn Sie ihn in der Gefährdungsbeurteilung festlegen und er in der Prüfbescheinigung steht.

Wie oft muss ein Druckluftbehälter geprüft werden?

Vor der ersten Inbetriebnahme wird der Behälter einmal geprüft, danach wiederkehrend in drei Teilen. Die großen Angaben sind die Höchstfristen, wenn eine zugelassene Überwachungsstelle prüft.

  1. kann entfallen

    Äußere Prüfung

    Bei der äußeren Prüfung wird der Behälter von außen auf Korrosion, Beschädigung und Ausrüstung angesehen, dazu Sicherheitsventil und Manometer.

    Höchstfrist

    Überwachungsstelle
    2 Jahre, darf bei Druckluftbehältern entfallen
    Befähigte Person
    vom Betreiber festgelegt, höchstens 10 Jahre
  2. 5 Jahre

    Innere Prüfung

    Bei der inneren Prüfung wird er geöffnet und von innen begutachtet, weil Kondensat den Boden von innen angreift.

    Höchstfrist

    Überwachungsstelle
    5 Jahre
    Befähigte Person
    vom Betreiber festgelegt, höchstens 10 Jahre
  3. 10 Jahre

    Festigkeitsprüfung

    Bei der Festigkeitsprüfung wird er, in der Regel mit Wasser, über den Betriebsdruck hinaus belastet, um nachzuweisen, dass die Wand noch hält.

    Höchstfrist

    Überwachungsstelle
    10 Jahre
    Befähigte Person
    höchstens 10 Jahre, verlängerbar auf 15

Prüft eine befähigte Person, legt der Betreiber die Fristen in seiner Gefährdungsbeurteilung fest, höchstens zehn Jahre und spätestens sechs Monate nach der Inbetriebnahme. Die Festigkeitsprüfung darf auf fünfzehn Jahre gestreckt werden, wenn die äußere beziehungsweise innere Prüfung den sicheren Betrieb belegt.

Was wir für Sie übernehmen

Prüfung durch unsere Techniker

Alle unsere Techniker haben die Prüfung zur befähigten Person erfolgreich abgeschlossen. Bis 200 bar mal Liter machen wir deshalb alle Prüfungen selbst, bis 1.000 bar mal Liter die wiederkehrenden, jeweils bei Ihnen im Betrieb.

Prüfung durch TÜV oder DEKRA

Über 200 bar mal Liter prüft vor der Inbetriebnahme eine zugelassene Überwachungsstelle, über 1.000 bar mal Liter jedes Mal. Wir lesen das Typenschild ab, sagen Ihnen, was wann fällig ist, stimmen den Termin mit der Prüfstelle ab und bereiten den Behälter vor, drucklos, entleert, gereinigt und zugänglich, mit geprüftem Sicherheitsventil und Manometer und den Berichten früherer Prüfungen.

Mit der Jahreswartung verbinden

Sinnvoll ist es, die Prüfung mit der Jahreswartung zu verbinden. Der Behälter ist dann ohnehin drucklos, das Kondensat abgelassen, und Sie haben einen Termin statt zwei.

Erstens das Kondensat. Im Behälter kühlt die Druckluft ab, und ein großer Teil des Wassers fällt genau hier aus. Wird es nicht regelmäßig abgelassen, greift es den Boden von innen an, und die innere Prüfung findet Rost, wo keiner sein müsste. Ein automatischer Kondensatableiter erspart das tägliche Aufdrehen des Hahns.

Zweitens die Druckschwankung. Die Differenz zwischen Ein- und Ausschaltdruck sollte 20 Prozent des maximalen Betriebsdrucks nicht dauerhaft überschreiten, sonst ermüden die Schweißnähte mit jedem Lastwechsel. Das ist eine Einstellung an der Steuerung, die wir bei der Wartung prüfen.

Hand öffnet einen Kugelhahn an einer Edelstahlleitung

Das brauchen wir von Ihnen

  1. 1Typenschild oder Foto davonWir brauchen die grün markierten Felder, also Hersteller, Typ, Baujahr, Inhalt und zulässigen Druck. Ein Foto mit dem Handy reicht.
  2. 2Letzte PrüfbescheinigungDaraus lesen wir, welche Prüfung zuletzt gemacht wurde und wann die nächste fällig ist.
  3. 3Datum der InbetriebnahmeSpätestens sechs Monate danach müssen die Prüffristen festgelegt sein.

Häufige Fragen zur Druckbehälterprüfung

Ab welcher Größe muss der TÜV prüfen?
Über 1.000 bar mal Liter gehört jede Prüfung zu einer zugelassenen Überwachungsstelle, also TÜV, DEKRA oder einer anderen anerkannten Stelle. Ein 90-⁠Liter-⁠Behälter mit 11 bar liegt mit 990 knapp darunter, ein 250-⁠Liter-⁠Behälter mit 2.750 deutlich darüber. Zwischen 200 und 1.000 bar mal Liter prüft die Überwachungsstelle nur vor der Inbetriebnahme.
Was kostet eine Druckbehälterprüfung?
Die Prüfgebühr legt die Überwachungsstelle fest, sie hängt von der Prüfart und der Größe des Behälters ab. Dazu kommt die Vorbereitung, also Entleeren, Reinigen und Zugänglichmachen, die wir mit der Wartung verbinden, damit kein zweiter Termin nötig ist. Für Vorbereitung und die Prüfungen, die wir selbst machen, erstellen wir Ihnen gerne vorab ein Angebot.
Was steht in der Betriebs­sicherheits­verordnung zum Druckbehälter?
Anhang 2 Abschnitt 4 regelt Druckanlagen. Dort stehen die Prüfung vor Inbetriebnahme, die wiederkehrenden Prüfungen mit äußerer, innerer und Festigkeitsprüfung, die Höchstfristen und die Einstufung nach Druck mal Liter. Die Verordnung ist unter gesetze-im-internet.de (öffnet in neuem Tab) frei nachlesbar, wir sagen Ihnen, welcher Absatz für Ihren Behälter gilt.
Ist der Behälter am Werkstattkompressor wartungsfrei?
Nein. Auch der kleine Behälter braucht regelmäßig abgelassenes Kondensat, ein funktionierendes Sicherheitsventil und über 50 bar mal Liter die Prüfung nach Verordnung. Wartungsfrei ist kein Druckluftbehälter.

Sagen Sie uns, was auf dem Typenschild steht

Druck, Volumen und Baujahr des Behälters reichen, dann sagen wir Ihnen, welche Prüfung wann fällig ist. Wenn Sie es nicht wissen, schicken Sie uns ein Foto des Typenschilds oder rufen Sie an.

  1. Wir melden uns am nächsten Werktag telefonisch unter der Nummer, die Sie angeben.
  2. Wir schauen uns die Anlage an, vor Ort oder anhand von Fotos und Typenschild, wenn das für den ersten Schritt reicht.
  3. Sie bekommen ein Angebot mit Preis, Termin und dem, was wir davon halten. Auch dann, wenn wir vom Kauf abraten.
Erreichbar
Mo bis Fr 8 bis 16 Uhr

Anfrage stellen

Drei Fragen, dann Ihr Betrieb und eine Nummer für den Rückruf. Angaben ohne Sternchen helfen uns, sind aber freiwillig.

  1. 1 Anlage
  2. 2 Anliegen
  3. 3 Dringlichkeit
  4. 4 Kontakt

Schritt 1 von 4

VorausgewähltWartung oder PrüfungDruckbehälterprüfungin den Schritten änderbar

Um welche Anlage geht es? *
Steht auf dem Typenschild am Gerät.
Was ist das Anliegen? *
Störung oder Ausfall
Steht die Anlage still?
Wartung oder Prüfung
Worum geht es?
Neue Anlage oder Erweiterung
Was ist geplant?
Kennen Sie Ihren Druckluftbedarf, also Druck und Menge?
Energiekosten senken
Was interessiert Sie?
Wie lange läuft die Anlage am Tag?
BAFA-Förderung
Wie alt ist die Anlage, die ersetzt werden soll?
Wie viele Beschäftigte hat Ihr Unternehmen?
Ist für das Vorhaben schon etwas bestellt oder beauftragt?
Wie dringend ist es? *

Wie erreichen wir Sie?Pflicht sind die drei Fragen, Ihr Name, Ihr Ort und eine Telefonnummer. Alles Weitere hilft uns, ist aber freiwillig.

Bei Stillstand rufen Sie besser direkt an: 0781 639 07 44.