Leckageortung und Verbrauchsmessung im Druckluftnetz
Eine Druckluftleckage ist ein Loch im Netz, das niemand hört und das der Kompressor rund um die Uhr nachfüllt. Ein Leck von einem Millimeter verliert bei 6 bar rund 1,2 Liter Luft je Sekunde, im Dauerbetrieb etwa 37.800 Kubikmeter im Jahr, deren Verdichtung mehrere hundert Euro Strom kostet. Wir messen zuerst, wie viel Ihr Netz verliert, orten die Stellen bei laufender Produktion und rechnen Ihnen vor, was die Beseitigung bringt.
- Leck von 1 mm bei 6 bar
- rund 1,2 Liter je Sekunde
- Im Dauerbetrieb
- etwa 37.800 Kubikmeter im Jahr
- Ortung
- bei laufender Produktion

Erst messen, dann entscheiden
Bevor wir über Leckagen, Wärmerückgewinnung oder einen neuen Kompressor sprechen, wollen wir wissen, wie viel Luft Ihre Anlage bei welchem Druck zu welcher Tageszeit erzeugt. Dafür hängen wir ein mobiles Messgerät an Ihre Anlage und zeichnen über mehrere Tage Verbrauch, Druck und Lastprofil auf, am besten über ein Wochenende.
Aus dem Sockel ergibt sich die Leckagerate Ihres Netzes, ohne dass wir ein Loch gesucht haben, und nach der Beseitigung zeigt dieselbe Messung, was sie gebracht hat.
Ein Kompressor, der zur Hälfte im Leerlauf läuft, verbraucht dort noch 20 bis 30 Prozent seines Volllaststroms, und das zeigt nur das Lastprofil.
Was der Kompressor am Wochenende erzeugt, während niemand arbeitet, ist praktisch vollständig Leckage.
Was kostet eine Druckluftleckage?
Als die IHK Nürnberg zwölf Industriebetriebe messen ließ, lag nur ein Drittel unter 15 Prozent Leckagerate, ein weiteres Drittel verlor 15 bis 30 Prozent der erzeugten Druckluft, das letzte Drittel 30 bis 60 Prozent. Vertretbar sind bei kleinen Netzen 5 Prozent, bei größeren 10 Prozent. Wo Ihr Netz liegt, zeigt erst die Messung.
Ein einzelnes Loch von einem Millimeter kostet bei 6 bar und Dauerbetrieb nach VDMA rund 1.135 Euro im Jahr, mit Strom, Wartung und Abschreibung. Die Löcher sitzen dabei selten in der Rohrleitung, sondern in undichten Steckkupplungen, Schläuchen, Armaturen und defekten Werkzeugen, dazu in alten hanfgedichteten Stahlleitungen und Kondensatableitern, die nicht schließen.
Netz rund um die Uhr unter Druck
Annahmen
- Leckagen 5 × 1 mm bei 6 bar
- Stunden unter Druck im Jahr 8.760
Angenommen ist ein Netz, das rund um die Uhr unter Druck steht, weil der Kompressor nachts nicht abgeschaltet wird. Wird er nach der Schicht abgeschaltet, bleibt rund ein Viertel davon.
Was bei Ihnen herauskommt, hängt an Ihrem Druck, Ihren Betriebsstunden, Ihrem Kompressor und Ihrem Stromtarif, und alle vier lesen wir bei der Messung ab.
Luftverlust je Loch und Vollkosten nach VDMA (6 bar, 8.760 Stunden im Jahr, 0,03 Euro je Kubikmeter). Leckageraten IHK Nürnberg, Praxisleitfaden Druckluft effizient nutzen, 2012. Energiekennzahlen nach Herstellerangabe (75-kW-Kompressor) und Fraunhofer ISI. Strompreis BDEW-Strompreisanalyse August 2026. Eigene Rechnung, Stand 13.09.2026.
Wie wir die Stellen finden, ohne die Produktion anzuhalten
Bei der Ortung prüfen wir auch, ob der Netzdruck höher eingestellt ist als nötig, denn die Leckagemenge steigt mit dem Druck, und ein Bar weniger senkt sie um rund ein Achtel. Und wir sprechen mit den Leuten in der Halle, weil ein abgezogener Schlauch am Feierabend die einfachste Leckage ist.
Wochenendmessung
Über ein Wochenende zeichnen wir auf, was das Netz verliert, wenn niemand Luft entnimmt.
Ortung im laufenden Betrieb
Wir gehen das Netz von der Station bis zum letzten Werkzeug ab, ohne dass die Produktion stehen muss.
Markierung und Liste mit Kosten je Stelle
Jede Stelle wird markiert und mit Größe, Lage und Kosten im Jahr in eine Liste aufgenommen. Dann entscheiden Sie, was sofort behoben wird und was bei der nächsten Wartung.
Beseitigung
Was mit einer neuen Kupplung oder einem Schlauch erledigt ist, tauschen wir am selben Tag.
Gegenmessung
Nach der Beseitigung zeigt dieselbe Messung, was sie gebracht hat.
Wenn das Netz dicht ist
Nach der Leckagebeseitigung ist die Anlage kleiner, als sie vorher aussah, weil der Kompressor weniger Luft nachliefern muss. Das ist der richtige Moment, um zwei weitere Dinge zu prüfen.
Die Abwärme. Fast der ganze Strom, den ein Kompressor aufnimmt, wird zu Wärme, und der größte Teil davon lässt sich für Hallenheizung oder Warmwasser nutzen. Wie viel und unter welchen Bedingungen, steht auf der Seite zur Wärmerückgewinnung.
Die Förderung. Soll ein Kompressor ersetzt werden, der älter als fünf Jahre ist, bezuschusst das BAFA den Austausch mit 25 Prozent für kleine und 20 Prozent für mittlere Unternehmen. Ein Ultraschall-Leckagemessgerät für den eigenen Betrieb wird mit bis zu 500 Euro zuwendungsfähigen Kosten mitgefördert, aber nur zusammen mit einem Kompressor oder einer Steuerung. Die Messung vor dem Antrag belegt die Auslegung des neuen Kompressors.
Häufige Fragen zur Leckageortung
Muss die Produktion für die Leckageortung stehen?
Wie wird der Druckluftverbrauch gemessen?
Reicht es, den Netzdruck zu senken?
Sagen Sie uns, was der Kompressor nachts macht
Läuft er an, obwohl niemand arbeitet, verliert das Netz Luft. Nennen Sie uns Fabrikat, Leistung und Ihre Betriebszeiten, dann schlagen wir Ihnen einen Messtermin vor.
- Wir melden uns am nächsten Werktag telefonisch unter der Nummer, die Sie angeben.
- Wir schauen uns die Anlage an, vor Ort oder anhand von Fotos und Typenschild, wenn das für den ersten Schritt reicht.
- Sie bekommen ein Angebot mit Preis, Termin und dem, was wir davon halten. Auch dann, wenn wir vom Kauf abraten.
- Telefon
- 0781 639 07 44
- Erreichbar
- Mo bis Fr 8 bis 16 Uhr